Posts mit dem Label Specials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Specials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Worst Of "Deathly Hallows"



Als Band 7 erschien war ich das Gegenteil von begeistert. Fast 10 Jahre nach Erscheinen hat das Buch für mich einen Status wie die "Star Wars Prequels". Einfach nur zum fürchten!

Darum hier meine persönliche "Worst of Deathly Hallows"-Liste.

Anarchismus & Tolkien



Ich seh insgeheim schon wieder wie mir die Genossen den Vogel zeigen. Tolkien und Anarchismus, das geht gar nicht! Erst recht nicht, wenn einige der Mit-Anarchos zu gern Professor Tolkien Rassismus, Faschismus und Antisemitismus nachweisen wollen. Denjenigen zeige ich dann in der Regel den Vogel - nicht nur als Tolkien-Nerd, sondern auch als Anarchist. 

Wie komme ich also auf die krude Idee eine feudale Welt wie Mittelerde mit dem geheiligten A-Wort zu verbinden? 

"Der Herr der Ringe" gehört zu den wenigen Werken der Weltliteratur, dass unabhängig von Kulturkreis, Sprache, Zeit und Gesellschaft funktioniert. Tolkien erfreut sich global einer ungebrochenen Beliebheit, unabhängig von gesellschaftlichen Schichten und Bildungsgrad. 

Wenn sich ein Stoff über Jahrzehnte in der globalen Popkultur halten kann, dann hat das in der Regel mit der Geschichte selbst zutun. Und das obwohl Tolkien als alter Keltenliebhaber durchweg sehr europafixiert ist. Dennoch findet das Buch sowohl in Südostasien wie auch in afrikanischen Staaten großen Anklang. Es ist also kein rein westliches Buch. Ähnliches gilt für weltweite Erfolge wie Harry Potter. Es ist dem Europäer durchaus schwer zu erklären warum pakistanische Mädchen trotz Terrorgefahr über Stunden in Islamabad vor einem Buchladen ausharren, wenn es doch anscheinend wichtigere Probleme gibt als das Lesen einer augenscheinlichen Fantasygeschichte ohne eindeutigen Realitätsbezug.

"Gaming & Hate Speech" - Eine Brochüre der Amadeu Antonio Stiftung



Neulich haben mich einige Nerds auf die Brochüre der Amadeu Antonio Stiftung aufmerktsam gemacht: "Gaming & Hate Speech - Videospiele aus zivilgesellschaftlicher Sicht"

Da ich seit ca. 22 Jahren begeisterter Gamer bin gehörte es quasi zur Berufsehre nachzulesen und was soll ich sagen? Nicht nur das Internet ist für einige noch #Neuland.

Blood and Disgusting - Themen im Slasher- und Splatterfilm



In diesem Beitrag möchte ich mich mal näher mit den Hintergründen von Slasher- und Splatterfilmen beschäftigen. Denn auch, wenn die große Vielzahl der Genrefilme es verdient hat in ewige Vergessenheit zu geraten, so sind die Themen stets durchdacht - selbst wenn es die Inszenierung oft eher nicht ist. 

John Carpenter sagte einmal zu seinem Film "Halloween", dass ihn der Zeitgeist der 80er entsetzt hätte. Überall nur perfekte Menschen im Fitnesswahn und dem Geld hinterher rennend. Er sagte er hätte Mike Meyers damals den Terror in die Vorstädte tragen lassen, weil er diese kleinen, perfekten Leben zerstören wollte. Das Grauen wartete vor der Tür der heilen Welt der amerikanischen Mittelstandes. 

"Halloween" leitete die Slasher-Ära ein und sorgte für eine wahre Slasher-Hysterie. In den späten 70ern und frühen 80ern schossen die Splatterfilme wie Pilze aus dem Boden, was nicht zuletzt mit dem imensen, finanziellen Erfolg zutun hatte, den dieser auf die Leinwand gebannte Terror nach sich zog.

Rescue Mission: Matt Damon

Lost and Found: Matt Damon in "Der Soldat James Ryan"

Neulich hatte ich wieder eine dieser Filmdiskussionen, die sonst nur nach reichlich Alkohol und Chips entstehen. Ich kam mit einem anderen Nerd darauf zu sprechen, dass es doch auffällig sei wie oft Matt Damon Rollen übernimmt in denen er vom restlichen Cast gerettet werden muss. Zuletzt erst als NASA-Astronaut in "Der Marsianer".

Angestachelt von dieser zugegeben nicht ganz ernst gemeinten Diskussion um das Rettungspotentials des "ewigen Milchbubis" entstand dieser Blogartikel.

2016 ist ein Scheißjahr! - R.I.P. Alan Rickman

2016 ist ein scheiß Jahr für Nerds. Ging das Jahr ja bereits düster los: Zu Silvester Lemmy von Motörhead, dann Dawid Bowie und eine Woche später Alan Rickman. 

Seitdem hat es jeden Monat mindestens mehrere bekannte Schauspieler oder Sänger erwischt. Dabei ist 2016 gar kein Schaltjahr. Der Gag ist also ziemlich mies, werter Gevatter Tod! 

Da der Blog jedoch so lange offline war möchte ich jetzt entsprechend den Tod des Menschen nachholen, der mich am meisten geschockt hat: Alan Rickman.

Verdammt, ich und eine ganze Generation ist mit dem schottischen, grummelnden Bilderbuchbösewicht aufgewachsen! Er war Hans Gruber, der Sheriff von Nottungham, der fiese Farmer in "Quickley der Australier" (oh, wie ich den gehasst habe) und zu guter letzt natürlich Severus Snape - auch wenn ich mich über seine Interpretation der Figur schon oft mit Nerds gestritten habe, verdammt es war Alan Rickman!

Rickman war einer dieser totalen Ausnahmeschauspieler, die vom britischen Theater auf die Leinwand wechselten. Und er hat im übrigen nicht nur die klassischen Böslinge gespielt, sondern oft auch einfach sehr graue, hintergründige Charaktere. Hin und wieder auch einfach nur herrliche Trottel wie in "Tatsächlich ... Liebe!" oder "Galaxy Quest".

Berüchtigt ist er auch für seine Stimme gewesen. Dieser dunkle Grollen erkennt man einfach wieder. Daher hab ich mir Filme mit ihm auch einfach gerne im Original Ton angesehen. Die Stimme hatte einfach was.

Am Ende war es wieder der Krebs. Wie bei Lemmy, wie bei David Bowie ... Gevatter Tod, der Witz ist raus! Du kannst nicht einfach alle an Krebs sterben lassen, wenn sie im selben Alter sind! Und dann noch alle innerhalb von nicht mal einer Woche. Das muss mein Nerd-Herz erstmal verkraften können. Allerdings knabber ich am Tod von Rickman nun schon Monate. Ich kann es immer noch nicht fassen. Nicht zuletzt, weil er erst noch die Raupe für den zweiten "Alice im Wunderland"-Film eingesprochen hat und der startet bei uns erst im Mai. 

Als ich neulich mit meinem Freund wieder Potter geguckt habe meinte ich noch warnend "Jetzt keine Snape-ist-Tod-Witze!" Nein, wirklich nicht!

Hitman - und warum es für Hollywood so schwer ist dieses Spiel zu verfilmen




Entstanden ist dieser Kommentar zur Hitman-Serie nach der Sichtung des Trailers zum erneuten Reboot des Hitman-Franchises als Film. 2007 versuchte man sich bereits einmal an dem Stoff mit Timothy Olyphant in der Hauptrolle. 2015 gab es einen Neustart, der ebenfalls wieder alles falsch gemacht hat, was der "Vorgänger" ebenfalls falsch gemacht hat. Mal davon abgesehen, dass beide Streifen von Trashregisseuren gedreht wurden, die meinten die Serie haben irgendetwas mit übertriebener Action zutun und dann so ein B-Action-Trash-MTV-Movie ins Kino brachten. Nach dem Motto: Die dummen Gamer werdens schon schauen. 

Als GHFAZ (Größter Hitmanfan aller Zeiten) hatte ich mir den Film von 2007 tatsächlich noch angetan. Der Trailer zum aktuellen Streifen hat gereicht, um davon Abstand zu nehmen. Und nach den Kritiken in den Filmforen zu urteilen, war das auch gut so. 

Die Frage, die mich dabei immer wieder beschäftigt ist jedoch; warum scheint es so unmöglich zu sein "Hitman" zu verfilmen?

Leonard Nimoy ist tot - der Nachrruf eines Trekkies


Leonard Nimoy ist tot. Als mich diese Nachrricht gestern Abend erreichte sank dem Star Trek Fan in mir das Herz in die Hose. Nicht, weil sein Ableben so überraschend kam (jenseits der Achtzig kann sowas schon mal vorkommen), sondern weil mit Nimoy nun endgültig das "Herz von Star Trek" aufgehört hat zu schlagen. Nimoy war zusammen mit Gene Roddenberry einer derjenigen, die Star Trek vor und hinter der Kamera zusammenhielten und der über die Jahrzehnte hinweg viel Herzblut in die Serie und ihr Universum gab. Noch 2012 stand er für einen Cameo als Spock in "Into Darkness" vor der Kamera. Nun ist Mr. Spock endgültig von uns gegangen. Er, das Original. Zachary Quinto in den J.J. Abrams-Reboots ist ohne Zweifel cool, doch Leonard Nimoy macht so schnell halt keiner nach.

Spock als Figur war wie Nimoy selbst der Dreh- und Angelpunkt der Serie. Da konnte am Set noch so sehr der Krieg zwischen Shatner, Takei & Co ausgebrochen sein, Nimoy hat das Schiff zusammen mit Roddenberry doch irgendwie immer in den sicheren Hafen gesteuert und so eine Serie und eine Faszination erschaffen, die bis heute ein Millionenpublikum anzieht. Pappmaché und ein dauerpleites Produktionsstudio hin oder her! 


So ist es wohl kein Zufall, dass sich auf die Serie und Filme immer irgendwie um Spock drehten, der abwechselnd Kirk zur Besinnung bringt oder unter seiner Oberfläche verbirgt, was für ein Trickser er doch ist, der selbst aussichtslose Situationen irgendwie rettet. Da kann Kirk noch so sehr darauf pochen, dass er doch der Captain sei und Scotty die Enterprise in 3 Stunden reparieren, wo jeder andere Ingenieur Wochen bräuchte, denn Spock war im Grunde immer wichtiger. Er war das emotionale und philosophische Herz der Crew - kurzum; die Seele!

Nun, ist er von uns gegangen, doch wie McCoy in der "Zorn des Khan" sagte: "Wir werden ihn niemals vergessen, denn er ist immer bei uns."

Rest In Peace Leonard Nimoy.

Der Pyramid Head und die Psychologie des Schreckens



Der Pyramid Head ist für den Survivelhorror-Gamer, was für den Filmfan Freddy Kruger ist. 

Erstmals tauchte der pyramidenköpfige Schlachter in "Silent Hill 2" auf, wo er als Reikernation des Unterbewusstseins der Hauptfigur James Sutherland sein Unwesen trieb. Dank geschickter Schockeffekte treibt dieser noch heute so manchem Spieler den Schweis auf die Stirn, aber nicht nur deshalb.

Der Pyramid Head avancierte schnell zur beliebtesten Figur des Silent-Hill-Franchise und bekam demnach auch einen Platz in den Verfilmungen ebenjener. Später entschloss man sich bei Konami sogar für ein Wiederauftauchen des Schlachters im 5. Teil der Serie "Homecoming", der sich jedoch stark an dem Film von Christoph Gans orientierte.

Der "Rad der Zeit"-Zyklus von Robert Jordan

Das Rad der Zeit dreht sich ohne Unterlass. Jahrhunderte kommen und gehen und es braust ein fürchterlicher Wind auf, doch der Wind ist nicht der Anfang, denn es gibt weder Anfang noch Ende im Kreislauf der Zeit.

Und trotzdem gab es einen Anfang, als vor Tausenden von Jahren der Dunkle König, auch genannt Shai'Than oder Ba'Alzammon, in der Welt entfesselt wurde. Denn bestimmte Menschen, sogenannte Aes'Sedai verfügen über die Fähigkeit die "Eine Macht" zu beherrschen und zu fokusieren. Mit der Macht konnten sie heilen, Berge versetzen und schließlich ganze Königreiche unterwerfen. Mit der Macht kam die Arroganz und so öffnete eine Aes'Sedai das Tor in eine andere Welt aus der der Dunkle König in die unsere gelangte und seine üble Verderbtheit ausbreitete.
Schließlich stellte sich ihm ein Krieger namens "Der Drache" entgegen. Er drängte Shai'Than in sein Gefängnis, den Schayol Ghul in der Großen Fäule, zurück und versiegelte den Eingang mit Hilfe von vier, magischen Siegeln. Um sich an dem Drachen zu rächen verfluchte der Dunkle König in jenem Moment die gesamte männliche Linie der Aes'Sedai. Männer, die die Macht behgerrschen verfallen zwangsläufig dem Wahnsinn und bringen den Tod über sich und ihre Mitmenschen.

Seitdem wartet die Welt auf die Wiedergeburt des Drachen, der die Welt vernichten wird, ehe er den Dunklen König und dessen engste Vertraute - die sogenannten Verlorenen - besiegen kann.

Jahrtausende später wird das Heimatdorf des Hirten Rand Al'Thor von Trollocs überfallen - Kreaturen, die der Dunkle König einst aus Alpträumen erschuf. Ebenfalls während des Angriffs Anwesend ist eine Aes'Sedai, deren eigentliches Ziel zunächst unklar ist. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Trollocs hinter Rand her waren, denn er trägt nicht nur die verfluchte, männliche Linie der Macht in sich, sondern ist der Wiedergeborene Drache. Und als solcher muss er das Land einen, bevor er sich dem Dunklen König in Tarmon Gai'don, der Letzten Schlacht, stellen kann.

J.K. Rowling und der Calvinismus



Im Alter von 13 Jahren bekam ich den ersten Band von "Harry Potter" in die Hände. Bis dahin hatte ich es im vermieden Bücher zu lesen, wie viele meiner Generation. Das war irgendwie langweilig. Zumindest in der Schule. Und was in der Schule schon öde war wollte man sich Zuhause schließlich nicht auch noch antun. 

J.K. Rowling schaffte woran sich Generationen von Deutschlehrern die Zähne ausgebissen hatten. Sie brachte eine Generation, aufgewachsen mit Fernsehen und Computerspielen, zurück zum Buch. Die Medien liebten sie. Die Deutschlehrer hassten sie. Und wir Jungsprunde verloren uns in dieser Geschichte um Hass, Rassismus und den ganz normalen Schulwahnsinn.

Jahre verbrachte ich in Internetforen, um die verschiedensten Theorien um die Bücher zu beschreiben und was uns die Autorin wohl damit sagen wolle, wo noch Geheimnisse versteckt waren und die wichtigste Frage: Was würde aus dem geheimen Liebling aller Fans: Severus Snape.

Die Antwort kam 2007 mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes". Für viele Fans - mich inbegriffen - war es ein Schock, was Rowling in diesem Finale veranstaltete. Nicht nur, dass sie völlig kaltblütig fast den gesamten Cast der Reihe nicht nur physisch umbrachte, sie schlachtete ihre Figuren emotional regelrecht. 

Warum dies in den Augen Rowlings aber so absolut logisch erscheint - weshalb sie es bis heute in vielen Interbviews nicht müde wird sich zu rechtfertigen - und in den Augen vieler Fans als Ermordung eines ganzen Franchises, erschließt sich erst, wenn man sich näher mit J.K. Rowling als Person beschäftigt. 

Rowling selbst hat sich immer als gläubige Calvinistin hingestellt, einer besonders in Großbritannien florierenden Art des fundamentalistischen Christentums. Auch hat Rowling nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie großzügige Spenden an die Labour-Partei tätigt und sich in der "Gesellschaft zur Erhaltung der imperialen Maßeinheit" einsetzt. Mit anderen Worten: Sie ist das, was man als konservativen Traditionalisten beschreiben könnte, der vor allem möchte, dass Englang England bleibt und daher Churchill verehrt und Maggie Thatcher als Kind der 70er ablehnt.

Generation "Tomb Raider" - über Feminismus und Zockerweibchen


Ich gehöre zu jener Spielergeneration, die mit dem Original "Tomb Raider" von 1996 aufgewachsen ist. Was mir als damals Elfjährige nicht klar war, wie sehr das Spiel in der Welt der Erwachsenen für Wirbel sorgte.

"Tomb Raider" oder besser gesagt, die Hauptfigur des Spiels, eine junge Grabräuberin ... pardon ... Archäologin namens Lara Croft erhitzte die Gemüter wie es sonst nur böse Ballerspiele wie "DooM" schafften. Doch bevor ich darauf eingehe warum und weshalb ein kurzer Ausflug in die Computerspielhistorie: 1996 brachte Core Design unter dem Label von Eidos ein Spiel mit nicht nur einem völlig neuen Spielprinzip - vor "Tomb Raider" gab es nur Action oder Adventure! Beides in Kombination in für damalige Verhältnisse reichlich weitläufiger 3D-Umgebung war revolutionär! -, sondern auch mit einer der ersten Spieleheldinnen heraus. Dabei war gerade diese eigentlich purer Zufall. Der Erfinder und Lead Designer Toby Gard ist bis heute ein riesiger Fan der Indiana Jones Filme, was man dem Spiel auch anmerkte. Die ganze Geschichte war ursprünglich auf eine männliche Hauptfigur ausgelegt, die dann auch noch Hut und Peitsche schwingen sollte. Der damalige Chef von Core sah sich schon in der amerikanischen Anklagehölle in einem Prozess gegen LucasFilm - und wer will schon freiwillig einen Lizenzprozess gegen George Lucas und Steven Spielberg führen??? - und redete auf Gard ein bis dieser die Hauptfigur änderte. Dabei war selbst der Name Lara Croft eine Notlösung, die sich Gard mit dem berühmten, blinden Finger aus einem londoner Telefonbuch heraussuchte und zu allem Überfluss noch die echte Adresse übernahm. Seither bekommt die echte Lara Croft, ebenfalls wohnhaft in Surrey, London, wohl unangebracht viel Fanpost.

Sergej Lukianenkos "WÄCHTER"-Zyklus

Der russische Autor Sergej W. Lukianenko ist in seiner Heimat populärer als J.K. Rowling oder J.R.R. Tolkien. Seine Bücher wurden mehrfach preisgekrönt und die Verfilmung seines Romans "Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor" war der erfolgreichste, russische Film aller Zeiten. Doch wer ist dieser Lukianenko überhaupt?

Sergej Lukianenko wurde 1968 in Kasachstan geboren und studierte später Medizin in Alma-Ata (das heutige Almaty) - aus der Familientradition heraus. Danach arbeitete er Jahre lang als Psychiater in Moskau. Das Schreiben von Fantasy- und Sci-Fi-Romanen stellte für ihn eine Nebenbeschäftigung dar. Von seinen Büchern konnte er nach einiger Zeit nicht schlecht leben und so entschied er schließlich sein leidenschaftliches Hobby zum Beruf zu machen – wovon seine Eltern alles andere als begeistert waren.
International bekannt wurde Lukianenko jedoch durch seinen "Wächter"-Zyklus – bestehend aus "Wächter der Nacht", "Wächter des Tages", "Wächter des Zwielichts", "Wächter der Ewigkeit" und "Wächter des Morgens"



Der Herr der Ringe - Die Trilogie (SEE)



Vor 3000 Jahren wurde der dunkle Herrscher Sauron besiegt, doch der Ring, der ihm seine Macht verleiht, wurde nicht zusammen mit ihm vernichtet, sondern ist seitdem verschollen. Eines Tages findet der Halbling Bilbo Beutlin den Ring in einer Höhle und vermacht ihn als die Kraft des Rings und mit ihm die Saurons erneut erstarkt seinem Neffen Frodo, dem zusammen mit seinen 9 Gefährten der gefährliche Auftrag erteilt wird ins Land Mordor zu gehen und den Ring in die Höllenbrunst des Schicksalsberges zu werfen, um so das Böse ein für alle mal zu besiegen.

"Ein Ring, sie zu knechten, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden."

Ein Satz, der gut ein halbes Jahrhundert zuvor Literaturgeschichte schrieb und sich in das Herz von Millionen Fantasyfans eingebrannt und ganze Generationen geprägt hat. J.R.R. Tolkiens Werk galt für Jahrzehnte als unverfilmbar. Nicht zuletzt wegen des ultimativen Scheiterns der Zeichentrickversion von 1978.

Das es doch geht bewies der Neuseeländer und Ringe-Fan Peter Jackson, zuvor nicht gerade für Episches bekannt, sondern eher für überdrehte Trashsplatterfilme wie "Braindead", "Bad Taste" oder "The Frighteners". Zugegeben als der Regisseur bekannt wurde bleib so manschem Tolkinianer erstmal das Herz stehen. Jackson stellte sich der cineastischen Jahrhundertaufgabe - und meisterte sie.

Star Trek - Classics



"Star Trek" war eine der Serien, die ich während meiner Kindheit verschlungen habe und wenn ich heute dazu komme, immer wieder gerne sehe.

Um was ging es aber überhaupt bei "Star Trek"?
Wir schreiben das 24. Jahrhundert. Die Planetengemeinschaft der Sternenflotte (mit ihrem hauptsitz auf der Erde) kämpft in einem schwelenden Konflikt gegen die kriegerischen Klingonen und schickt Forschungsraumschiffe aus, um das endlose All zu erkunden.


Auf dem Raumschiff der USS Enterprise tummelt sich eine mehrere, hundert Mann starke Crew um den draufgängerischen Captain James T. Kirk (William Shatner), den Vulkanier Mr. Spock (Leonard Nimroy), Dr. "Pille" McCoy (DeForest Kelley), Uhura (Nichelle Nichols), Schiffsmeschanist Scott (James Doohan), Waffeningenier Chekow (Walter Koenig) und Pilot Sulu (George Takei), um in Welten vorzustoßen, die noch nie ein Mensch je zuvor gesehen hat.

DooM - Die Rückkehr eines Klassikers



Dass ich das noch erleben darf! "DooM", die Mutter aller 3D-Shooter ist nach 17 Jahren vom Index der Liste A der BPjM gestrichen worden! Somit ist das Werbe- und Erwähnungsverbot aufgehoben, dass dem Spiel auferlag (jedoch anders als Medien der Liste B nicht verboten war), d.h. endlich kann ich auch offiziell und nicht nur im Hinterstübschen über das Spiel schreiben, dass mich im Alter von 10 Jahren zusammen mit Blizzards Monsterhatz "Diablo" zu einem leidenschaftlichen und begeisterten Gamer gemacht hat.

Ich spüre die Nostalgie, die große Leidenschaft ... nach 17 Jahren im Dunklen kann ich sie endlich rauslassen. Wer mit "DooM" wegen der Indizierung nicht aufgewachsen ist, der kann dieses Gefühl wohl kaum nachvollziehen!

"DooM" - endlich unzensiert!

Doch bevor ich meiner Euphorie freien Lauf lasse, eine Lektion in Sachen Computerspielgeschichte.

Die "Harry Potter"-Saga von J.K. Rowling


 
Sicherlich wurde schon viel über J.K. Rowling und ihre „Harry Potter“-Romane geschrieben, geredet, gefilmt und gehört.

Das dabei die Geschichte der Autorin J.K. Rowling fast legendärer und von Mythen umrankter ist als ihre Bücher verwundert nicht in Anbetracht der Tatsache, dass diese zierlich wirkende Frau es schaffte das Märchen des Tellerwäschers, der zum Millionär wurde ausgerechnet auf dem von Hunger geplagten Gebiet der Schriftsteller zu verwirklichen. Die Geschichte von der Sozialhilfeempfängerin, die einen Bestseller schrieb und Literatur auch für junge Menschen endlich wieder attraktiv machte. Eine Fata Morgana? Ein fieser PR-Gag? Allen ihren Kritikern zum trotz, die ihr diesen Sieg von Anfang an nicht gönnten und deshalb taten, was alle Neider gern tun – das Objekt der Begierde als Lügner und Betrüger denunzieren – und nicht wahrhaben wollten, dass ausgerechnet ein olles Fantasybuch dem Buch der Bücher den Platz 1 auf der Liste der Top-selling-Books-ever streitig machte. (Das Buch der Bücher? Als Tolkienfan würde ich jetzt natürlich mit der geballten Macht meiner Orkhorden im Rücken „Lord of the Rings“ schreien, aber ich fürchte es ist dennoch nur die Bibel.)

Der Rest der ominösen Geschichte geht bis heute fast schon zur Urban Legend mutiert durch die Medien: Weltweiter Erfolg mit bis zu 300 Millionen verkauften Exemplaren. Mitternächtliche Buchveröffentlichungen, die von Geheimhaltungsstatus und Massenhype eher einer Alienlandung in Hollywood gleichkamen. Ähnliche tumultartige Szenerie bei den doch recht schnell folgenden Verfilmungen (ich kritisierte weiter hinten im Blog schon kräftig) und einer vor allem in England und den USA tatkräftigen Fangemeinde, die ihresgleichen sucht – und dafür auch gern mal verklagt wird.
Doch hier soll es nicht um die Massenhysterie gehen oder den „J.K. Rowling“-Mythos, sondern darum worum es in „Harry Potter“ wirklich geht. Zu viel wird meiner Meinung nach die Reihe als „Vergnügen für die ganze Familie“ beworben, denn wenn „Harry Potter“ eines nicht ist, dann ein Kinderspaß. Nicht weil, wie es christliche Fundamentalisten a la Gabriele Kuby und Joseph Ratzinger alias Papst Benedikt XVI. zu gern und mit unaufhörlicher Genüsslichkeit behaupten, dass hier okkulte Rituale gefeiert werden, die Kinder dazu bringen ihre Kuscheltiere in sadistischen Ritualen zu opfern – obwohl man das natürlich nie ausschließen kann –, sondern weil „Harry Potter“ für mich auf einer Stufe mit George Orwells „1984“ steht. Derart dystopisch war eine Jugendbuchreihe sicher selten zuvor.

Denn ähnlich wie es in „Star Wars“ nicht um Raumschiffe geht, ebensowenig geht es in „Harry Potter“ um Zauberei. Doch alles schön der Reihe nach.