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BioPsyHoz



Manchmal gibt es Bands, die sind mehr als nur eine Band. Das liegt oft an ihrem Auftreten oder ganz salopp gesagt an ihren Auftritt, live, auf der Bühne.
BioPsyHoz - unter diesem Pseudonym arbeiten vier moskauer Künstler in weißen Ganzkörperanzügen machen dazu psychodelische Musik und liefern Liveshows der Superlative mit Horror, Rauch, viel Pyrotechnik und grenzwertigen Pornoeinlagen, die sogar Rammstein blass werden lassen.

Death In June





Death in June gehört wohl zu den umstrittensten Bands, die die Schwarze Szene je hervorgebracht hat. Die Geschichte von DiJ ist dabei vor allem auch eine Geschichte der Extreme.
Gegründet wurde das provokante Neofolk-Projekt von Douglas Pearce, dem ehemaligen Frontmann der trotzkistischen Punkband CRISIS. Bei DiJ tauschte Pearce Irokesen gegen Millimeter-Igel, Nietenjacke gegen Tarnuniform, Anarchiesymbolik gegen SS-Abzeichen. Was war geschehen? Ist aus dem bekennenden homosexuellen Punkrocker ein astreiner Neonazi geworden? So scheint es auf den ersten, flüchtigen Blick.

Shadow Reichenstein



Shadow Reichenstein gehört zu den Bands, die in den 90er Jahren aus der "New Gothic"-Welle heraus entstanden sind und obwohl so mancher, alteingessener Gothe diese Zeit vor allem mit dem Sakrileg der in die Szene eindringenden Farbe (Pink ist ja bekanntlich das neue Schwarz unter den New-/Cyber-Gothics), einer Schwemme von Technoverschnitten und den einfallenden Horden der Cyber-Goths, die den vormals faszinierend-mysteriösen Stadtfriedhof nicht nur mit ihrem Farblaster und den quietschigen Elektroklängen völlig aus dem Gleichgewicht bringen und obendrein sämtliche, gothischen Konvensationen auf ein schaurig-niedriges Neviau dirigierten, verbinden ist Shadow Reichenstein eine der wenigen Bands, die in dieser für den heimischen Gothen eher schwierigen Zeit der düsteren, gothischen Seele wohl am ehesten entsprachen.

Bloodsucking Zombies from Outer-Space



Rockybillity ist die Bezeichnung für die Wiederbelebung des traditionellen, schnellen und *har har* natürlich bösen Rock'n Roll der 50er und 60er Jahre, der innerhalb der letzten 10-15 Jahren die alternative Szene gehörig aufmischte.

Fahnenflucht



Fahnenflucht, dass ist autonomer Deutschpunk abseits der Hassgesänge a la Atemnot, dafür textlich oft und gerne mit doppelten Boden und deutlicher, sozialkritischer Positionierung. Dennoch ist Fahnenflucht 100% Oi!, getreu dem alten Motto: "Unpolitisch, aber nicht Meinungslos!"

Die Skeptiker





Die Skeptiker gehören zu einer der wenigen DDR-Punkrockbands, die die Wende überlebten und nicht als verbitterte Dagegen-Komerzassis endeten - so wie etwa Betontod, die heute derart zahm sind, dass man bei ihrer Musik eher an Mainstream wie Silbermond denkt und nicht an die Typen, die einst "Viva Punk! Ein leben lang!" sangen.

Das Ostberlin der 80er Jahre war ein trister Ort, vom berühmten Mangel der DDR und der potentiell tödlichen Grenze geprägt, die ohne Rücksicht auf Verluste nicht nur eine Stadt künstlich trennte, sondern auch ganze Familien. Entsprechend sind die frühen Songs der Skeptiker geprägt vom Aufbegehren gegen das SED-Regime und dem Konflikt mit Stasi-V-Männern und Volkspolizei. Musikalisch verarbeiteten sie das jedoch wesentlich komplexer als etwa SchleimKeim. Die Texte sind vielschichtig und in vielerlei Hinsicht deutbar und dennoch von Wut durchdrungen. Ein besonderer Clou der Band ist dabei die Stimme von Eugen Balanskat die den Songs immer eine ganz besondere Atmosphäre verleiht und sie so von denen anderer Punkbands stark unterscheidet. Das war nicht zuletzt Eugens traditioneller Musikausbildung im Arbeiter- und Bauernstaat geschuldet.

The Sex Pistols





Sie gelten als Urväter des Punk. Ihre Musik beeinflusste ganze Generationen und ihr Aussehen, erst recht ihre rotzigen Texte, emörten Etablishment und Bürgertum in der gesamten westlichen - und im Geheimen auch östlichen - Hemisphäre.

Ohne Frage, die Sex Pistols sind legendär.

The Exploited



The Exploited gehören ähnlich wie die Sex Pistols, die Dead Kennedys oder die U.K. Subs zu den britischen Punkbands der ersten Generation. Anders als etwa den Pistols blieb ihnen der komerzielle Erfolg jedoch verwehrt. Glücklicher Weise, möchte man da fast sagen.