Anno 1997 revolutionierte die Kult-Spieleschmiede Blizzard (bekannt
geworden durch die „WarCraft“- und „Diablo“-Reihe) das
Strategiespielgenre. Und das obwohl das Spiel eine wirklich schwere
Geburt hinter sich hatte. Nicht zuletzt, weil man zunächst gar nicht
wusste, was „StarCraft“ eigentlich mal werden sollte. Klar war Bill
Rooper und seinem Team nur, dass es ein „kleines, albernes
Armeespielchen im Weltraum“ werden sollte. Dabei zog man sogar in
betracht ein „Star Wars“-Lizenzspiel zu machen.
1995 wurde dann eine
erste Version auf der „Electronic Entertaiment Expo“ (E3) gezeigt, die
jedoch viel Rüge und Gelächter nach sich zog. Da das Spiel damals noch
die WarCraft2-Engine verwendete hallte es von beinah allen geladenen
Journalisten: „Das ist doch WarCraft im Weltraum!“
Das konnte man
natürlich nicht auf sich sitzen lassen und strukturierte die
Grafikengine radikal um. Diesem Umstand verdankt das „StarCraft“-AddOn
„Brood War“ u.a. das folgende Easter-Egg: Wenn man mehrmals auf die
Heldenfigur Artanis klickt, sagt dieser erbost: „StarCraft ist kein
WarCraft im Weltraum!“
Tja, so etwas kommt davon, wenn Reporter arme Spieleentwickler ärgern.
Daraufhin vergingen noch annährend 2 Jahre bis zur finalen Veröffentlichung.
Als „StarCraft“ schlussendlich erschien schlug es ein wie eine Bombe. Einer der absoluten Überraschungshits des Jahres 1997.